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Martin
Horenburg war Funkmeister auf U 869. Ein Messer, in dessen Griff
der Name "Horenburg" eingraviert war, wurde im Wrack
der U 869 am 6. November 1991 gefunden.
Dieses Messer war ein wichtiges Beweisstueck bei der Identifizierung
des U-Bootes., was allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend
war.
Fuer jemanden, dessen Name so wichtig war bei der Identifizierung
des U-Bootes, so ist leider sehr wenig persoenliches ueber Martin
Hoerenburg bekannt.
Aus seinen Militaerdienstunterlagen und seinem Totenschein wissen
wir folgendes:
Er
wurde am 1. Oktober 1919 geboren. Seine Eltern hiessen Harold
und Ida Horenburg. Er war verheiratet mit Marga, geb. Preetz.
Er war Funker auf mindestens vier verschiedenen U-Booten und
fuhr in allen Meeren in denen U-Boote eingesetzt waren. Von Herrn
Herbert Guschewski, dem einzig ueberlebenden der Mannschaft der
U 869, erfuhren wir, dass Martin Horenburg ein erfahrener und
tuechtiger Funkmeister war. Er war beliebt und liebenswuerdig
und er war ein Einzelgaenger. Horenburg sprach nie ueber seine
Frau und Familie mit Guschewski.Wenn sie im Hafen waren ging
jeder seine eigenen Wege und folgte seinen eigenen Interessen.
Waehrend der Nachforschungen fuer die NOVA Dokumentation "
Hitler's Lost Sub" fand "Der Spiegel TV" Martin
Horenburg's Tochter. 1945 war sie noch ein Saeugling als ihr
Vater mit U 869 auf Feindfahrt war. Ihre Mutter heiratete nochmals
und ihr neuer Mann adoptierte das Kind, gab ihr seinen Nachnamen
und erzog sie als sein eigenens. Jeder in ihrem Leben kennt nur
diesen Mann als ihren Vater. Sie erfuhr erst an ihrem 18. Geburtstag,
dass ihr wirklicher Vater Martin Horenburg war. Dies
geschah gegen den Willen ihrer Mutter. Ihre Grossmutter, muetterlicherseits,
erzaehlte ihr von Martin und gab ihr verschiedene persoenliche
Dinge, die sie aufbewahrt hatte. Horenburg's Tochter behielt
den Namen ihres Adoptivvaters und um seine Identitaet und Ehre
zu bewahren, sprach sie nur mit Reportern von "Der Spiegel
TV", die ihr versprachen , ihre Identitaet anonym zu halten.
 Martin
Horenburg war ein begeisterter Fotograf. Er hinterliess eine
grosse Sammlung von persoenlichen Bildern, zwischen 1939 und
1944. Diese Bilder dokumentieren seine Marinelaufbahn, seine
Dienststellen in Deutschland, Norwegen, Frankreich und Italien.
Martin Horenburg's Tochter war so freundlich mir diese zu ueberlassen
und genehmigte diese Alben zu zeigen.
Richie Kohler 2004
- Link zu Militaerdokumenten, 2
Seiten
- Link zur 1. Fotogallerie, vergroesserte
Einzelbilder, inclusive Admiral Doenitz
Bei der Verleihung des Eisernen Kreuzes an Martin Horenburg und
Mannschaft
(001-009)
- Link zur 2. Fotogallerie, Auf
U 61, Okt. 1939- April 1941. Mit Hamburg, Koenigsberg, Pillau,
U-Boottrainingschule in Flensburg-Murwik, Uebungen im Eis, Bergen,
Norwegen, Kampfschiff Gneisenau, U-5, U-7, U-13, U-23, U-37,
U-57, U-60, U-61 und U 65. (010-065).
- Link zur 3. Fotogallerie, Auf
U-139, April 1941 - Oktober 1941, Memel, Pillau
Gotenhafen und Zoppot, Ausbildung und Schulboote, U 139 (Innenansicht)
und
U-142. (066-084).
- Link zur 4. Fotogallerie: Auf
U-407, August 1942-November 1942, mit Inbetriebstellung von U-407,
Schiessausbildung, Hela, Danzig, Brest, Haefen und Stationen
im Mittelmeer, Messina, Wolfsrudel Tiger, auf See beim auftanken
und
Provisionsauffrischung, italienische U-Boote, U-407, beim Ski
fahren und beim Fussball spielen. (085-131).
- Link zur 5. Fotogallerie: Auf
U-596, November 1942-Dezember 1943, mit Pola,
La Spezia, Rom, Venedig. 1-jaehrige Auszeichnung fuer Dienst
im Mittelmeer,
Italienische Marine, U081, U-407, U-596. (132-144). |